Workshops
und abschließende Podiumsdiskussion

Donnerstag, 30. April 2009
Workshops, 13:00 - 15:00

Workshop 1
Evaluationsforschung – Probleme des Designs der Studien und offene Forschungsfragen
Die Auswertung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Sag' mal was" hat gezeigt, dass sich die sprachlichen Kompetenzen der Kinder im letzten Kindergartenjahr verbessert haben. Signifikante Effekte, die auf die intensive und spezifische Sprachförderung zurückzuführen wären, lassen sich in den Studien jedoch nicht eindeutig nachweisen.
In diesem Workshop werden das Untersuchungsdesign der Evaluationsstudien der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Weingarten sowie die Vorgehensweisen der Forscher erörtert. Außerdem sollen anhand eines Vergleichs dieser Studien mit Methoden und Ergebnissen aus thematisch vergleichbaren Evaluationsstudien (wie z. B. FörMig) grundlegende Fragen zu Studiendesigns diskutiert werden. Es sollen darüber hinaus offen gebliebene Forschungsfragen zur Evaluation von Sprachfördermaßnahmen formuliert werden.

Workshop 2
Evaluation von Sprachfördermaßnahmen – Möglichkeiten der Beurteilung von Sprachförderprogrammen und der Erhebungsinstrumente
Qualitative und quantitative Forschungsinstrumente bilden die Grundlage eines komplexen Untersuchungsdesigns. Bei der Evaluation des Sprachförderprogramms "Sag' mal was" wurde eine Vielfalt an Erhebungsinstrumenten eingesetzt. Es wird einerseits erwartet, dass sie den Ansprüchen an methodische Standards entsprechen. Andererseits sollen mit deren Hilfe die handlungsleitenden Ausgangsfragen und Arbeitshypothesen überprüft und ein datenbasiertes Untersuchungsergebnis erstellt werden können.
In diesem Workshop wird der Frage nachgegangen, welche Erhebungsinstrumente für welche Fragestellungen benötigt werden, um eine aussagefähige Evaluation von Sprachfördermaßnahmen durchführen zu können. Zudem soll diskutiert werden, welche Instrumente gegebenenfalls noch entwickelt werden sollten.

Workshop 3
Relevanz der Ergebnisse aus den Evaluationsstudien für die Praxis – Rahmenbedingungen, Mehrsprachigkeit, Elternbeteiligung
Der erfolgreiche Verlauf der Sprachförderung und die positive sprachliche Entwicklung des einzelnen Kindes ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig (Rahmenbedingungen der Einrichtung, Kompetenz der Sprachförderkraft, Zusammensetzung der Fördergruppe, aktive Elternbeteiligung, Familiensprache und familiärer Hintergrund des Kindes, individuelle Merkmale des Kindes usw.).
In diesem Workshop sollen ausgehend von den Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis interventionsabhängige und interventionsunabhängige Faktoren definiert werden, die Einfluss auf die Sprach- und Bildungsprozesse der Kinder haben und dazu beitragen können, dass sich die Bedingungen für die Sprachförderung im Kindergarten verbessern lassen.

Workshop 4
Sprachförderung für Vorschulkinder - Konsequenzen für Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften
Die fachliche, didaktische und methodische Kompetenz der jeweiligen Sprachförderkraft dürfte einen erheblichen Einfluss auf die Wirksamkeit der Sprachfördermaßnahme im Kindergarten haben.
Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen die spezifischen Qualifikationen, über die eine Sprachförderkraft verfügen sollte. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, inwieweit sich durch spezielle Aus- und Fortbildungsangebote im Bereich "Sprache" der Lernerfolg und die sprachlichen Leistungen der Kinder erhöhen lassen.

Podiumsdiskussion, 15:30 - 16:30

"Sag' mal was" - ein lernendes Programm: Empfehlungen und Perspektiven aus der wissenschaftlichen Begleitung
Die "Schlagzeilen" (Ergebnisse und Empfehlungen) aus den vier Workshops dienen als Grundlage für die Diskussion der Experten und Praktiker aus den unterschiedlichen Bereichen der Frühkindlichen Bildung. Die Diskussion soll zusammenfassen, was wir aus "Sag' mal was" lernen können.
In der Abschlussdiskussion soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung in die weiteren Entwicklungen von Projekten im Bereich Sprache und in die praktische Umsetzung von Sprachfördermaßnahmen einfließen sollen. Dabei werden auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Verzahnung von Theorie und Praxis zur Sprache kommen.

letzte Änderung: 17.04.2009 Seite drucken

In Kooperation mit
Landesinstitut für Schulentwicklung Zukunft aus Baden-Württemberg